DiP - Diversity Management in der Personalentwicklung

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Montag, den 21. Juni 2010 um 11:12 Uhr

Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Europäische Umfrage zeigt neue Risiken auf
Aufgrund veränderter Technologien und Prozesse verändern sich die Gesundheitsrisiken und Gefahrenherde für Beschäftigte in Europa. Das ergab eine Umfrage der EU-OSHA (Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz). Die Umfrage zeigt Trends in den europäischen Mitgliedstaaten und soll Arbeitgeber(innen) dabei unterstützen, sich intensiver mit Sicherheit und Gesundheitsschutz zu befassen und die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter(innen) zu fördern.
In der EU gibt es eine Rahmenrichtlinie des Rates (89/391/EWG), die die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer(innen) bei der Arbeit regelt. Aktuell wird die zunehmende Bedeutung von Risiken wie Stress, Gewalt und Belästigung als neue Herausforderungen verzeichnet.
Im Frühjahr 2009 wurden Interviews mit insgesamt 28.649 Manager(inne)n und 7.226 Beauftragten für Sicherheit und Gesundheitsschutz in 31 Ländern geführt.


Auszug aus den Ergebnissen der Umfrage:

  • Formelle Strategien und Maßnahmen im Bereich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit sind in großen Betrieben stärker verbreitet.
  • Formellere Verfahren zum Management psychosozialer Risiken scheinen nur in wenigen Ländern fest etabliert zu sein, darunter in Irland, in den Niederlanden, in den skandinavischen Ländern und im Vereinigten Königreich, ebenso jedoch auch in großen Betrieben sowie in öffentlichen Einrichtungen, im Kredit- und Versicherungsgewerbe, im Bildungswesen und im Gesundheits- und Sozialwesen.
  • Die größten Hemmnisse für eine Beschäftigung mit psychosozialen Risiken in Betrieben sind die mangelnde Bedeutung des Themas zusammen mit fehlendem Bewusstsein und fehlenden Ressourcen.
  • Unfälle werden von europäischen Arbeitgeber(inne)n als wichtigstes Problem genannt. 80 % betrachten Unfälle als wichtiges oder weniger wichtiges Thema, gefolgt von arbeitsbedingtem Stress (79 %) und Muskel- und Skeletterkrankungen (78 %). Gewalt, die Androhung von Gewalt sowie Mobbing und Belästigung stellen für fast 40 % der Befragten ein wichtiges oder weniger wichtiges Thema dar, dabei entfallen die höchsten Nennungen auf das Gesundheits- und Sozialwesen und das Bildungswesen.
  • Kleinere Betriebe geben seltener an, dass Risiken gleich welcher Art ein wichtiges oder weniger wichtiges Thema darstellen, was entweder auf ein tatsächliches Fehlen von Risiken in diesen Betrieben oder einfach auf ein geringes Risikobewusstsein hinweisen könnte.
  • Über ein Drittel aller Betriebe – insbesondere kleinere Unternehmen – beauftragt externe Dienstleistungsanbieter, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen.

Die gesamte Studie der EU-OSHA können Sie hier herunterladen.

 

Quelle: http://osha.europa.eu/de/publications/reports/de_esener1-summary.pdf/view