DiP - Diversity Management in der Personalentwicklung

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Freitag, den 06. August 2010 um 09:01 Uhr

Die „silver ager“ – wie gelingt die Eroberung der Kundengruppe 50plus?

Eine neue Studie der Bundesministerien gibt wichtige Anhaltspunkte für eine Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen entsprechend der Bedürfnisse von Älteren und bringt zielgruppenspezifische Marketingmaßnahmen auf den Punkt. Neben der Analyse der Bedürfnisse und Kommunikationskanäle für die heterogene Zielgruppe 50plus veranschaulicht die Studie auch Umsetzungsmöglichkeiten durch eine Sammlung von bewährten Praxisbeispielen.
In den kommenden Jahren wird das Leben in Deutschland immer stärker von älteren Menschen (50plus) geprägt. Rein zahlenmäßig wird es mehr Ältere und weniger Jüngere geben. Ältere Menschen werden aber auch zunehmend aktiver und engagierter sein, da sie länger fit bleiben. Mit der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter" machen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stärker auf ältere Verbraucherinnen und Verbraucher aufmerksam. Welche Potenziale bietet der Markt der „silver ager" und wie können diese realisiert werden?
Klar ist: Die Generation 50plus wird mit ihrer Kaufkraft immer mehr die Nachfrage bestimmen. Bereits heute stammt jeder zweite Euro, der in Deutschland privat ausgegeben wird, aus dem Portemonnaie der Überfünfzigjährigen. Damit werden die Kundenbedürfnisse der Älteren bei der Produktentwicklung im Vordergrund stehen. Im Alter stehen Gesundheit, Sicherheit und Selbstbestimmung, aber auch eine bedürfnisgerechte Gestaltung der Lebensumgebung an der Spitze der Prioritäten. Die dazugehörigen Branchen sehen sich einem wachsenden Markt gegenüber.
Die Studie „Potenziale nutzen – die Kundengruppe 50plus" zeigt, dass ältere Menschen keineswegs eine homogene Gruppe „der Senioren" bilden, die ihr Erwerbsleben abgeschlossen haben und hilfsbedürftig sind. Im Gegenteil: als heterogene Gruppe bestehen die über 50-Jährigen aus 5 Konsumententypen, die alle unterschiedliche Bedürfnisse und Kaufverhalten aufzeigen:

  • Preisbewusste Häusliche: sind deutlich preissensibel und schätzen produktbegleitende Dienstleistungen
  • Qualitätsbewusste Etablierte: legen Wert auf Zuverlässigkeit und Langlebigkeit
  • Anspruchsvolle Genießer: Genuss und Komfort spielen eine wichtige Rolle
  • Kritische Aktive: sind kritisch und legen Wert auf eingehende Beratung
  • Komfortorientierte Individualisten: hohe Konsumfreudigkeit und Technikaffinität bei hoher Qualitätserwartung

Produkte mit der Zielgruppe 50plus sollten daher flexibel einsetzbar, intuitiv zu benutzen sein und individuelle Einstellungen erlauben (z.B. Lautstärke), dabei aber eine Übersichtlichkeit der Informationen wahren. Ebenso sollte eine hohe Fehlertoleranz installiert sein, so dass vom Produkt die negativen Konsequenzen von zufälligen oder unbeabsichtigten Aktionen minimiert werden.
In der Studie „Potenziale nutzen – die Kundengruppe 50plus" werden sowohl die Konsumententypen detailliert charakterisiert als auch Anregungen für eine zielgruppenspezifische Produktentwicklung gegeben. Die Studie ist herunterzuladen auf der Seite der Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter." 

 

Quelle:

http://wirtschaftsfaktor-alter.de/

http://www.wirtschaftsfaktor-alter.de/fileadmin/user_upload/100323_Praxisleitfaden_barrierefrei.pdf